Mai 31, 2019

Gestickte Blumen von Olga Prinku

Olga Prinku hatte einen Traum. Darin strickte die britische Grafikdesignerin nicht wie sonst mit Garn, sondern mit bunten Blumen. In der Realität übte sie diese Technik zuerst mit getrockneten Blumen an Passiersieben. Schliesslich getraute sie sich an feiner gewebte Stoffe. «Manchmal pflücke ich auch frische Blumen in meinem Garten oder auf Spaziergängen und lasse sie erst im Webrahmen trocknen.» Auf ihrem Youtube-Kanal zeigt sie in verschiedenen Videos, wie sie Blumen mit Kieselerde haltbar macht oder Hemden damit bestickt. Mehr Fotos und Kränze zum Bestellen gibt es auf prinku.com

Mai 17, 2019

Design oder nicht Sein von David Carlson

Darüber haben sich schon viele Gestalter und Designtheoretiker Gedanken gemacht. David Carlson fasst in seinem leicht lesbaren roten Buch die sieben Grundregeln für relevante Gestaltung zusammen und schafft es auf verblüffend einfache Weise, die Gedanken des Lesers auf das Wesentliche zu lenken.
Dieses kleine aber sehr gehaltvolle Buch hat das Zeug zu einem Klassiker, denn es bietet einen leichten Zugang zu einem komplexen Thema, das uns alle betrifft. Carlson versteht Design und Kreativität als strategische Tools, die weit über das Dekorative und Verkaufsfördernde gehen und einen festen Platz im Alltag haben. Wir alle wissen, dass »gutes Design« wichtig ist, wenn es unser Leben bereichern und für kulturelles Verständnis im Alltag sorgen soll. Aber wie entsteht dieser Sinn und welche Grundhaltung oder Arbeitsphilosophie steht dahinter?


Herausgegeben vom Midas Verlag
Bitte kaufen Sie das Buch beim Buchladen um die Ecke!

Ausleihe. Alle Bücher unter dieser Rubrik können kostenlos ausgeliehen werden.
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Mai 09, 2019

Notre-Dame-de-la-Merci von Quentin Mouron

Ein windiges Dorf im Norden von Québec. Ein Blizzard fegt durch düstere Straßen ohne Hoffnung. Erzählt wird die Geschichte von Odette, Jean und Daniel, von Kokain, Liebe und Gewalt; von drei Menschen, die, getrieben vom Verlangen nach dem Glück der anderen, sich selbst abhandenkommen. Wir sehen nur Verlierer. Verlierer, die schreien. Und die Nacht, die sie zerbricht.
Notre-Dame-de-la-Merci heißt das Dorf im Norden Kanadas, Schauplatz einer menschlichen Tragödie, wie sie nur die Provinz zu schreiben vermag. Schnee ist hier immer schmutzig, die Herzen verdorrt, vertrocknet. Daniel der Kleine in zu groß geratenem Körper liebt Odette, Odette, Koksdealerin und magische Schönheit, liebt Jean. Jean, lokaler Möchtegern-Gangster, liebt nichts und niemanden. Mit dem Selbstmord von Jeans Vater am traurigen Seil beginnt der Reigen einer Suche nach Glück in einer Welt, die vor Ungerechtigkeit schreit. Jede noch so liebevoll gemeinte Bewegung endet in Gewalt. 


Herausgegeben vom bilgerverlag
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Mai 03, 2019

Songs, Sounds & Stories «Lux Prima, oder die Tage werden wieder länger»





Manfred Sim Toppel für bazaar
Karen O muss man eigentlich nicht mehr vorstellen. Die Frontfrau der New Yorker Avantgarde Punkband Yeah Yeah Yeahs ist hinlänglich bekannt. Seit 2000 sorgt dieses Überraschungs-Trio im Bereich Punk und Elektro für Neues und Karen Lee Orzolek drückt ihm mit ihrer unverkennbaren Stimme den Stempel gekonnt auf. Nun, Mitte März erschien nun ein Album, das Ihr Autor Ihnen hiermit ans Herz, oder besser ans Ohr legen möchte. Karen O tat sich für ihre neue Scheibe, Lux Prima, mit dem DJ-Star Danger Mouse zusammen. Und die beiden bastelten so etwas wie eine akustische Überraschungstüte zusammen, die über die Länge von 12 Stücken von einer Überraschung zur nächsten zieht. Dabei grasen die beiden Hauptakteure gezielt auf Retro-Stil-Wiesen, die an die Surfer-Alben der 1960-er Jahre erinnern – Redeemer - , um in anderen Songs wieder sorglos in Daft-Punk-Gefilden zu wildern - Ministry - . Aber grundsätzlich liegt der Schwerpunkt von Lux Prima auf Retro, gemischt mit neuen Drumgrooves und in neuen Produktionstechniken verpackt. Lux Prima ist wie eine nette Frühlingsbrise, die gefällig daherkommt und einem den Winter leichterhand von der Schulter wischt. In diesem Sinne wünscht Ihnen Ihr Autor eine akustisch gefällige Woche und ein schönes Frühlingserwachen. 

Manfred Sim Toppel ist Bassist, Songschreiber und Bandcoach su Zürich

April 29, 2019

Two Steps Forward by Graeme Simsion & Anne Buist

Zoe, a sometime artist, is from California. Martin, an engineer, is from Yorkshire. Both have ended up in picturesque Cluny, in central France. Both are struggling to come to terms with their recent past – for Zoe, the death of her husband; for Martin, a messy divorce.
Looking to make a new start, each sets out alone to walk two thousand kilometres from Cluny to Santiago de Compostela, in northwestern Spain, in the footsteps of pilgrims who have walked the Camino (the Way) for centuries. The Camino changes you, it’s said. It’s a chance to find a new version of yourself, and a new beginning. But can these two very different people find themselves? Will they find each other?

Published by Two Roads Publisher
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Lending All the books from the library can be borrowed free of charge. Please write us a mail and we will send you the book by post. However, the books need to be returned by post after 21 days, enclosing stamps to cover our postage charges.

April 26, 2019

Songs, Sounds & Stories «Please Shoot Your Husband»







Manfred Sim Toppel für bazaar
Heute betreten wir die manchmal unangenehmen Gefilde des schwarzen Humors und der provokativen Seite des Songwritings. Ein Meister dieser beiden hochsensiblen und dennoch oft aufklärerischen Disziplinen war der gebürtige Wiener Georg Kreisler. Sein Werk ist immens. Seine Kunst war es, messerscharfe, ironische, lustige und oft politisch inkorrekte Texte mit virtuosem Klavierspiel zu verbinden. Seine Songs sorgten für Aufsehen, Unterhaltung und rote Köpfe. Ja, er war unbestritten ein Grossmeister der Provokation, ergo auch der Übertreibung, aber er hatte auch Mut, sprach auch immer wieder unangenehme Wahrheiten aus. Er stiess in Gebiete vor, die die Gesellschaft tabuisiert/e oder ablehnt/e zu diskutieren. Songtitel seiner Frühwerke (1947 aufgenommen), die er in Englisch verfasste sprechen für sich selbst: Shoot Your Husband. Oder It’s Great To Lead an Antiseptic Life, wie auch My Psychoanalyst Is An Idiot. Kreisler zielte dabei mit seinen ironisch bis sarkastischen Texten auf die makellos saubere Fassade der US-Mittelschicht. Seine Texte wirken auch heute noch erstaunlich aktuell, wie man dem Live-Videomitschnitt von Schlagt sie tot mühelos entnehmen kann.
1938, nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Österreich, emigrierte Kreisler mit seiner jüdischen Familie als 15-Jähriger in die USA. 1943 liess er sich einbürgern und wurde umgehend zum Militärdienst beordert. Seine Dienstzeit verbrachte Kreisler in Europa stationiert. Nach dem Krieg arbeitete er als Filmmusikkomponist in den USA unter anderem mit Charlie Chaplin. Er verwehrte sich sein Leben lang, als Kabarettist bezeichnet zu werden, wollte sich nie als Österreicher titulieren lassen: «…ich bin seit 1943 amerikanischer Staatsbürger, obwohl mir der Clinton noch nie zum Geburtstag gratuliert hat.» 1955 kehrte Kreisler in sein Geburtsland zurück und führte seine Karriere als Komponist und Texter in deutscher Sprache spitzzüngig fort. Und auch hier musste er oft erleben, dass seine Lieder von Radiosendern nicht gespielt wurden. Zu extrem waren den meisten Radioredaktoren Kreislers Liedtexte. Da wollte sich niemand in die Nesseln setzen. 2011 verstarb der kantige Zeitgenosse im stolzen Alter von 89 Jahren. Aber sein Werk bleibt und hat nichts von seiner Aktualität verloren. In diesem Sinne wünscht Ihnen Ihr Autor ein scharfes Auge für die kleinen Irr- und Wirrnisse des Alltags und eine wunderschöne Frühlingszeit mit viel Sonne und viel Genuss. 

Manfred Sim Toppel ist Bassist, Songwriter und Bandcoach aus Zürich

April 09, 2019

Lebanese Shorbat Adas (Lentil Soup)

Serves 4 as a starter or 2 as a main
1 tbsp olive oil, plus extra for frying pitta breads
1 onion, finely chopped
1 garlic clove, chopped
1 tsp ground cumin
200g red lentils
1l hot vegetable or chicken stock
squeeze of lemon juice
salt and freshly ground black or red pepper
To serve
2 pitta breads

Heat the oil in a heavy-based pan and add the onion. Season with salt and freshly ground pepper and fry over a low heat for about 15 minutes until soft.

Stir in the garlic and cumin and cook for 1 minute. Stir in the lentils, making sure they're thoroughly coated in the softened onions, and allow them to heat gently in the base of the pan.
Pour in the stock and bring to the boil. Cool a little, then whiz in a food processor or blender until smooth. Return the soup to the pan and stir in the lemon juice. Check the seasoning and gently reheat.
Toast the pitta breads, then break into pieces. Heat a little oil in a pan and fry the toasted pitta bread pieces in the oil, until they are crispy and some are beginning to turn, in a deep golden brown around the edges.

März 22, 2019

Songs, Sounds & Stories «Die Geburt eines Popstars der etwas anderen Sorte»







Manfred Sim Toppel für kulturbazaar
Vor ein bisschen mehr als zwei Monaten veröffentlichte sie gerade ihr Debütalbum, Auftritte in allen namhaften Talkshows der USA folgten. Heard It In A Past Life schlug bei den Musikkritikern wie ein Bombe ein – und nicht nur dort. Die aus dem Album ausgekoppelte Single Light On holte sich Platz 1 der Billboard Charts. W O W ! Mittlerweile bespielt sie die grossen Venues rund um die Welt und schlägt Woche um Woche immer mehr Zuhörer in ihren unwiderstehlichen Bann. Nun, ihr eigenständiger Elektro-Folk-Mix machte bereits vor ihrem Durchbruch Popgrösse Pharrell Williams sprachlos: «Wow! Dafür habe ich keine Noten», sagte der Popstar und mehrfache Grammygewinner nachdem er den gerade frisch abgemischten Song Alaska von Maggie Rogers gehört hatte. «Du machst Dein ganz eigenes Ding, Du bist einzigartig. So etwas habe ich noch nie zuvor gehört», schwärmte er sichtlich bewegt über diese Neuentdeckung.
Und neben aller Melancholie, tiefsinnigen Texten und ihrer charmanten Erscheinung ist Rogers grösste Waffe Ihr inneres Glühen, das sich optisch zeigt, aber auch in ihrer Stimme und ihren eigenständigen Songs wiederspiegelt. Man spürt, und das hat sie auch in Interviews betont, DAS ist ihre Mission. Das. Muss. Rogers. Machen. 
Man darf gespannt darauf sein, wie sie mit dem grossen und schnellen Erfolg umgehen wird. Aber wenn sie sich ihre Authentizität behalten kann, dann hat sie grosse Chancen, eine der ganz Grossen im heutigen Musikbiz zu werden. Und das auf lange Sicht, dafür ist ihr das Musikmachen zu bedeutend. 
Dabei fing doch alles ganz anders an. Rogers wuchs in Easton, Maryland auf, spielte bereits mit sieben Jahren Harfe und stand auf die Musik von Gustav Holst und Vivaldi. Aber ihre Mutter hatte bei der Musikwahl auch ein Wörtchen mitzureden und setzte der kleinen Maggie Erykah Baduh und Lauryn Hill vor. Musikalisch so aufgekratzt, baute Primarschülerin Maggie kurzerhand Klavier, Gitarre und Songwriting in den Katalog ihrer Fähigkeiten ein. Kurze Zeit später fand sie Gefallen am Banjo und entdeckte den Folk. Ach ja, während eines Musikprogramms an der renommierten Berklee School of Music in Boston gewann sie nebenbei den Songwriting-Wettbewerb. Das animierte sie, während ihrer Highschool-Zeit (als Teenager!) sich vermehrt auf das Songwriting zu konzentrieren. In den USA geht das. Und während der College-Flegel-Zeit an dem Clive Davis Institute der New Yorker Uni entwickelte sie ihren Sound und ihre Fähigkeiten als Toningenieurin und Produzentin weiter und entdeckte während eines Studienaufenthalts in Frankreich - gut hörbar - die Welt der elektronischen Musik. Und das hatte Folgen. Für eine Masterclass mit Pharell Wiliams schrieb sie den Song Alaska, der von einem Hiking-Trip handelt. Für die Komposition brauchte sie gerade mal 15 Minuten! Zu Williams Meinung, siehe oben. Ja, so sieht die Geburt eines Popstars aus. 
In diesem Sinne wünscht Ihnen Ihr Autor eine beschwingte Frühlingszeit. Cheers! 

Manfred Sim Toppel ist Bassist, Songschreiber und Bandcoach aus Zürich

März 15, 2019

491 Days by Winnie Madikizela-Mandela

On a freezing winter’s night, a few hours before dawn on 12 May 1969, security police stormed the Soweto home of Winnie Mandela and detained her in the presence of her two young daughters, then aged nine and ten.
Rounded up in a group of other anti-apartheid activists under Section 6 of the Terrorism Act, designed for the security police to hold and interrogate people for as long as they wanted, she was taken away. She had no idea where they were taking her or what would happen to her children. For Winnie Mandela this was the start of a 491-day period of detention and two trials.
Forty-one years after Winnie’s release on 14 September 1970, Greta Soggot, the widow of David Soggot, one of Winnie Mandela’s advocates during the 1969–70 trials, handed her a stack of papers that included a journal and notes that she had written in detention. Their arrival brought back vivid and horrifying memories and uncovered a unique and personal slice of South Africa’s history.


Published by Picador Africa
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