September 24, 2018

Songs, Sounds & Stories «Deva Mahal, ein Glücksfall für die Musikwelt»







Manfred Sim Toppel für bazaar
Sie war der Main Act des diesjährigen New Pop Festivals in Baden-Baden, Deutschland. Ein Festival, das hinlänglich genug dafür bekannt ist, eine gute Nase dafür zu haben, begabten Künstlern kurz vor dem endgültigen Durchbruch ein Sprungbrett anzubieten.
Und mit Deva Mahal haben die Macher des Festivals, das vom auch in der Schweiz bekannten Radiosender SWR3 organisiert und begleitet wird, einen Volltreffer gelandet.
Deva, ausgesprochen Diva, ist die Tochter des legendären Bluesmusikers, Filmmusikkomponisten und Multiinstrumentalisten Taj Mahal, der zusammen mit einer weiteren Blueslegende, Keb Mo’, 2018 den Grammy für das beste zeitgemässe Blues-Album erhalten hat. Und, Achtung Klischee: so wie der Vater, so die Tochter. Und das knüppeldick!
Aber zuerst mal an den Anfang zurückgespult. Geboren ist Devah auf Hawaii, mit 17 zog sie nach Neuseeland und arbeitet heute in New York als Sängerin. 2017 brachte sie die gleichnamige EP (Extended Play) Deva Mahal mit drei Songs heraus. Das Mini-Album liess die Branche hellhörig werden. Auftritte an namhaften Festivals in den USA folgten. Der in den USA als Erfolgsbarometer bekannte Branchendienst Grammy.com bezeichnete die extrem talentierte Sängerin als #1 «Beste neue Band des Festivals South By Southwest», ein jährlich stattfindendes Talentschmieden-lndustrie-Event in Austin, Texas. Und die Lobeshymnen beginnen erst richtig, nachdem Mahal ihr Debütalbum «Run Deep» im März dieses Jahres der Welt offenbarte. Auf der abwechslungsreichen und genre-erweiternden Scheibe führt die Deva, die gar keine ist, in atemberaubender Weise (Gänsehaut, Tränen, wohlige Schauer, das ganze Programm!) ihre schier unendlichen Fähigkeiten als Ausnahmesängerin vor. Nonchalant arbeitet Mahal mit RapperInnen und DJs zusammen, als wäre das für eine Soul- und Bluessängerin das Normalste der Welt. Nicht zu unrecht wird sie mit Amy Winehouse, selig, verglichen. Kurz: Zugreifen, sofort!
Kommt hinzu: Live ist dieser Glücksfall für die Musikszene eine wahre Naturgewalt, derer überwältigenden Wirkung man&frau sich nur schwer entziehen können. Wer kann, sollte sich darum früh, sehr früh, wirklich sehr, sehr früh um Tickets für ihre Konzerte bemühen. Denn in der Regel sind die innerhalb von kürzester Zeit ausverkauft. Und das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern… ;-)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, viel Spass beim Mahal-Checken und einen schönen Indian Summer oben drauf!

Manfred Sim Toppel ist Bassist, Songschreiber und Bandcoach