November 16, 2018

Songs, Sounds & Stories «Wie kommt ein Bassist zu 5 Grammys?»







Manfred Sim Toppel für bazaar
Mit zwei Jahren (zwei!) fing er an Bass zu spielen, weil in seiner Musikerfamilie der Bassist fehlte. Bereits mit drei Jahren gab er mit seiner Familie (sein Bruder Regi ist Gitarrist, Bruder Roy spielt Percussion und Schlagzeug) Konzerte in der Nachbarschaft. Und nur drei Jahre später waren er und seine Brüder als Vorgruppe von Curtis Mayfield und die Band War auf Tour. In den 80er-Jahren lernte Victor Wooten den Banjospieler Béla Fleck kennen und gründete mit ihm die Band Béla Fleck & The Flecktones. Internationale Konzerttourneen folgen. Daneben nimmt Wooten Solo-Alben auf, auf denen er sein innovatives Bassspiel vorführen kann. Seine Fähigkeiten in Fingerstyle, Slapping und Tapping bringen ihm einen Platz neben den ganz Grossen der Bassgitarre ein. So wird er auch oft der nächste grosse Innovator des Basses genannt und in einem Atemzug mit dem legendären und auch mal kapriziösen Jaco Pastorius, selig, genannt. Neben Jaco nennt Wooten auch Künstler, wie Larry Graham, Prince, James Jamerson und last but not least Bass-Innovator Stanley Clarke (Return To Forever), die ihn beeinflusst haben. Mit Letzterem und dem New Yorker Bass-Gentleman Marcus Miller zusammen war Wooten in den Nuller-Jahren als Basstrio SMV unterwegs und begeisterte das Publikum an den grössten Jazz-Festivals weltweit. In dieser Zeit veröffentlichte er auch sein Buch Music Lesson (2006). (S)eine Suche nach Wahrheit, Weisheit und Vollendung und seinem Versuch, zu dem vorzudringen, was die Musik im Kern ausmacht. Ein sehr bewegendes Buch, das der Autor jedem Kulturschaffenden nur ans Herz legen kann, weil es darin um viel mehr als «nur» Musik geht. Im Grunde geht es ums Menschsein und die Suche nach dem Sinn des eigenen Seins. 
In diesem Sinne wünscht Ihnen der Autor eine glückliche Suche und geben Sie kurz Bescheid, wenn Sie ihn gefunden haben. Cheers!

Manfred Sim Toppel ist Bassist, Songschreiber & Bandcoad aus Zürich