August 29, 2019

TUN SIE WAS! A…

AUTOFAHREN ***** Der Verkehr ist die grösste Quelle von Treibhausgasen in der Schweiz. Im Gegensatz zu anderen Bereichen wie etwa der Industrie hat hier der Ausstoss in den letzten Jahren kaum abgenommen. Für viele Leute ist Autofahren derart selbstverständlich, dass sie sich nicht im Traum vorstellen können, jemals damit aufzuhören. Trotzdem: Versuchen Sie es. Machen Sie einen Anfang! Am besten bei Routinefahrten - zur Arbeit, zum Einkaufen, ins Training, da schenkt es ein. Wer es schafft, mit dem ÖV oder mit dem Velo zu pendeln statt mit dem Auto, reduziert seinen gesamten Klimagas-Ausstoss im Schnitt um volle 10 Prozent.

AUTOGRÖSSE **** Die Schweizer lieben grosse, starke Autos. Die Modelle mit der kleinsten PS-Zahl werden bei uns gar nicht erst angeboten. Die Neuwagen werden von Jahr zu Jahr schwerer, der 4x4-Anteil ist auf Rekordniveau. Die Vorzüge dieser Grosskaliber kommen nur selten zum Tragen - vielleicht zwei-, dreimal im Jahr, wenn man ein Klavier kaufen will oder auf dem Weg in die Skiferien mit viel Gepäck eine schneebedeckte Strasse hochfährt. Für den Alltag hingegen sind diese Autos überdimensioniert und haben einen schlechten Wirkungsgrad, weil sie permanent unterfordert sind. Kaufen Sie darum ein leichtes Auto mit wenig PS: Es ist stark genug. In den wenigen Fällen, wo Sie wirklich ein grösseres Auto brauchen, können Sie eines mieten. Insgesamt fährt man mit diesem Konzept nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch deutlich billiger. Die ökologischsten Automodelle findet man auf autoumweltliste.ch.

Eintrag aus TUN SIE WAS!
Eine Anleitung von A bis Z zur Rettung der Welt.

Eine kurze Rechnung zu Beginn, um die Dringlichkeit klarzumachen: Jede Schweizerin, jeder Schweizer verursacht pro Jahr etwa 14 Tonnen CO2-Emissionen. Wenn wir den Klimawandel stoppen wollen, dürfen es allerhöchstens 1,5 Tonnen sein. Das bedeutet, dass wir unseren Ausstoss um 90 Prozent reduzieren müssen. Mindestens!
Natürlich braucht es dazu technische und politische Massnahmen. Zuallererst aber muss jeder und jede bei sich selbst anfangen. Viele Menschen haben sich das Ausmass des Problems noch überhaupt nicht bewusst gemacht, geschweige denn begonnen, ihren Lebensstil zu ändern. Dafür ist es höchste Zeit. Jedes Jahr Verzögerung macht es schwieriger, den Klimawandel zu bremsen.
Die grössten Positionen in Schweizer Haushalten sind Verkehr, Wohnen und Lebensmittel. Hier können Sie persönlich vieles ändern - dieses Lexikon gibt Ihnen eine konkrete Anleitung dazu. Die einzelnen Einträge sind mit Impact-Faktoren versehen: von * bis *****. Fünf Sterne bedeuten: Hier können Sie sehr viel Einfluss nehmen. Einer bedeutet: Dieses Thema ist nicht ganz so wichtig, oder der Einzelne kann nicht so viel ausrichten. Bei Auswahl und Bewertung haben wir uns vor allem am Klimawandel und am Schwund der Biodiversität orientiert, den beiden drängendsten Problemen.